Hochbeete in der Wilhelminenaue

Aufwertung der Hochbeete in der Wilhelminenaue

Auf kleinstem Raum größte Vielfalt erleben - das ist bei den Hochbeeten in der Wilhelminenaue* seit Sommer 2019 möglich!

Innerhalb eines Tages gestalteten wir die Beete strukturreich und insektenfreundlich um. Mit Back-, Diabas- und Sandsteinen, Totholz, jeder Menge Sand und heimischen Blühpflanzen zeigen die Beete, dass auch im kleinen Garten oder auf dem Balkon etwas zur Förderung von Biodiversität getan werden kann.

Von Vorteil ist auch der geringe Pflegeaufwand der Beete: Es genügt sie 1-2 Mal im Jahr zurückzuschneiden und die Biomasse zu entfernen. Da Wildpflanzen sehr robost sind, muss so gut wie nie gegossen werden (ausgenommen in der Anfangsphase).

*Die Hochbeete befinden sich in der Nähe des Hammerstätter Sees direkt hinter den Volleyballplätzen in der Wilhelminenaue.

Kleingruppen

Unsere Kleingruppen

Die vielen Aufgabenbereiche und Themenfelder des Vereins sind in Kleingruppen organisiert. Das erleichtert die Organisation und Planung der verschiedenen Projekte, verteilt anfallende Aufgaben an die richtigen Personen und bildet die einzelnen Arbeitsgruppen im jeweiligen Themengebiet. Jede Kleingruppe freut sich über alle Interessierten, Unterstützer und Teilnehmer.

Informiere Dich gerne bei den Ansprechpartnern der Kleingruppen!

Ansprechperson: Franzi & Leonie

Alle handwerklich begeisterten Menschen treffen sich an Aktionstagen, um gemeinsam Insektennisthilfen zu bauen. Dabei ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Kleine als auch große „Hotels“ werden dabei in einer großen Halle mit Werkstatt im Bayreuther Nordwesten gebaut.

Weitere Aktionen sind beispielsweise die Umgestaltung von Flächen in insektenfreundlichere Varianten und die Pflegearbeit, die damit einhergeht. Bei schönem Wetter wird dabei je nach Aktion viel geschaufelt, geackert oder gesägt. Jeder ist dabei eingeladen sich körperlich zu verausgaben und in schöner Gesellschaft eine Pause vom Alltag nehmen zu können!

Wir organisieren Vorträge, Workshops, Filmabende und weitere Informationsveranstaltungen. Dabei informieren wir über wissenschaftliche Erkenntnisse, grundlegende biologische und ökologische Fakten zu Insekten und über den Wert der Biodiversität. Wir stellen dabei mögliche Gründe für das Insektensterben heraus und liefern praktische Tipps, was jeder Einzelne für eine insektenfreundlichere Umwelt tun kann. Gerne kannst du Vorträge, Workshops, Führungen oder Ähnliches mitgestalten!

Natürlich sind wir auch in der Bayreuther Innenstadt anzutreffen. Immer mal wieder wollen wir mit Infoständen und kleinen Aktionen auf das Thema Biodiversität in Städten und insektenfreundlichere Stadtgestaltung aufmerksam machen. Wer mitplanen und gestalten will, ist herzlich eingeladen. Von informativ bis witzig kreativ, in dieser Gruppe geht’s darum möglichst vielen Menschen zu zeigen, wie eng wir an die Natur gekoppelt sind und dass es uns etwas angeht, wenn Biodiversität verloren geht.

Ansprechperson: Steffi, Tom und Alex

Um Informationen bestmöglich zugänglich zu machen, gestalten wir Poster, Flyer, Postkarten, Infotafeln, Broschüren und vieles Weitere. Dabei sind immer neue kreative Köpfe willkommen, die Lust haben sich (foto-)graphisch und gestalterisch einzubringen.

 

Ansprechperson: Steffi und Tom

Um möglichst fundiert Gründe und Lösungen für das Insektensterben anzugehen, bereiten wir anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse auf. Auf dieser Basis gestalten wir unsere Projekte. Wer gerne tiefer gräbt und detailliertes Wissen zugänglich machen will, ist hier genau richtig!

 

Ansprechperson: Viki und Jakob

Wir wollen natürlich auch wissen, welche Insekten sich in den von uns gestalteten Flächen und Nisthilfen ansiedeln. Darum wird in dieser Gruppe genauer hingeschaut und herausgefunden, ob und wem unsere Arbeit nützt. Wenn du Lust an der Biologie von Insekten und deren Bestimmung hast, dann bist Du in dieser Gruppe genau richtig. Melde dich bei uns!

Fortschritte im Naturgarten

Fortschritte im Naturgarten

Schritt für Schritt entwickelt sich unser Naturgarten weiter. Bei den großen Erdbewegungen sind zwei Teiche, eine Hügellandschaft, die Grundstruktur der Moosschlucht und mehrere Abrruchkanten entstanden.

Im Anschluss hieß es: Sand marsch! Etwa 480 t Sand kamen auf unsere Sandmagerterassen. Diese Fläche wird bis spätestens Herbst bepflanzt und erstrahlt ab nächstem Frühjahr hoffentlich in bunter Blüte.

Auch viele Kleinstrukturen entstehen fast jede Woche: fertig sind bereits ein Teil des Weges durch die Streuobstwiese, eine Sandsteinbank und ein Unkentümpel. Demnächst geht's weiter mit dem restlichen Wegenetz, weiteren Sitzgelegenheiten, Reisig- und Lesesteinhaufen, dem großen Bepflanzen und vielem mehr.

Wie wäre es mit ein paar Urlaubsstunden im Naturgarten? Wir sind jeden Donnerstag von 16-20 Uhr vor Ort und freuen uns über bekannte und neue Gesichter.

Ein Tag mit der VolXKüche

Die VoKü Bayreuth versorgt die Helfer am Naturgarten

18.7.2019

VöKü goes Naturgarten!

Nach anstrengender Arbeit im Naturgarten wurden die fleißigen HelferInnen  im Naturgarten mit leckerem Essen der VolXküche versorgt. CO2 – neutral wurden riesige Töpfe mit Nudeln und Tomatensoße sowie Geschirr und Besteck mit Fahrrad und Fahrradanhänger zum Naturgarten transportiert und erfreute sogleich die Mägen zahlreicher Menschen. Das gemeinsame  Abendessen war ein toller Ausklang der Anpack-Aktion und eine gelungene
Kombination zweier Wandel-Initiativen. Wir bedanken uns bei der VoKü für das fabelhafte Essen und freuen uns, wenn es vielleicht bald wieder heißt:

VoKü goes Naturgarten #2!

Spatenstich des Naturgartens

Spatenstich von Bayreuths Naturgarten

Mit dem erfolgreichen Crowdfunding ist es nun endlich soweit gewesen: der offizielle Spatenstich für Bayreuths insektenfreundlichen Naturgarten fand am Vormittag des 10. Mais statt. Mit von der Partie waren dabei die Patenschule Grundschule St. Johannis, der Rotary Club Bayreuth-Eremitage als Hauptsponsor, die Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, die den ersten Baum, eine Eberesche, pflanzte und viele weitere Kooperationspartner*innen und Gäste.

Nach den musikalischen Zwischeneinlagen des summenden Grundschulchors, den Redebeiträgen und dem offiziellen Spatenstich wurde getreu unserem Motto "Wir reden nicht nur, wir packen's an!" gemeinsam mit etwa 170 Grundschüler*innen 13 Obstbäume gepflanzt und der 50 m lange Abschnitt der Totholzhecke befüllt. Gleichzeitig wurde durch eine Gießkannenrallye das Wasser zum Bewässern der Obstbäume zur Fläche transportiert.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Teilnehmenden, allen Betreuer*innen und allen weiteren Gästen, die bei der Eröffnung mit dabei waren.

Das Mitanpacken der 1,5 h Stunden kann sich auf jeden Fall sehen lassen:

Pflanzen vorziehen

Nektarreiche und heimische Blühpflanzen anziehen

Bayreuths insektenfreundlicher Naturgarten soll ein buntes und wildes Blütenmeer werden. Für die 10000 m² große Fläche ziehen wir tausende heimische Blühpflanzen vor. Dazu haben wir einen Folientunnel errichtet, Anzuchtvorrichtungen gezimmert, ausgesät und pikiert. Nun sprießen die zukünftigen Nektar- und Futterspender und wir freuen uns darauf die Pflänzchen noch dieses Jahr in den Naturgarten zu verpflanzen.

Da tägliches Gießen, weiteres Pikieren und umtopfen ständige Aufgaben sind, bist Du herzlich eingeladen bei uns mitzuhelfen. Wenn du einen grünen Daumen hast, bist du beim Pflanzen vorziehen genau richtig. Melde dich einfach unter mail@summerindercity.de oder wirf einen Blick auf die aktuellen Termine.

Eindrücke der bisherigen Aktionen

Bunter Hügel

Der Bunte Hügel

Bayreuths insektenfreundlicher Naturgarten

 

Naturnah Gärtnern geht auch in der Stadt!

Um insektenfreundliche Gartenstrukturen aufzuzeigen, etablieren wir einen großen Naturgarten in Bayreuth. Auf 10.000 m² der ehemaligen Landesgartenschau in der Wilhelminenaue entsteht seit 2019 ein Beispiel-Naturgarten. Die Fläche soll dazu einladen, Biologische Vielfalt in der Stadt zu erleben, erlernen und sich inspirieren zu lassen. Der Bayreuther Naturgarten ist ein Pilotprojekt, das sich ständig weiterentwickelt.

Zusammen mit Institutionen wie dem Stadtgartenamt Bayreuth, der Universität und dem Ökologisch-Botanischen Gartens in Bayreuth wird die Fläche schon ab dem Frühjahr 2019 nach intensiver Planung direkt in die Tat umgesetzt. Durch selbst vorgezogene, heimische Blühpflanzen und direkte Bepflanzung der Fläche können wir sehr wahrscheinlich schon im nächsten Frühjahr reges Summen, Krabbeln, Kriechen und Fliegen im Naturgarten beobachten.

Bis zum 15.04. lief unser Crowdfunding, mit dem wir knapp 45.000 € Spenden (zzgl. der Spenden direkt auf das Vereinskonto) gesammelt haben. Wir bedanken uns bei allen SpenderInnen- ohne eure Unterstützung wäre das Naturgarten-Projekt niemals möglich.

Zur Crowdfunding - Plattform:
https://vrbank-bayreuth-hof.viele-schaffen-mehr.de/naturgarten

Mit der erreichten Summe haben wir die Mittel, um einen Großteil unserer geplanten Abteilungen und Elemente im Garten umzusetzen.

Da wir als Verein allerdings Ziele und Visionen haben, die über den insektenfreundlichen Naturgarten in Bayreuth hinausgehen, haben wir einen Antrag für eine Förderung durch das Bundesamt für Naturschutz eingereicht. Dadurch könnte es uns ab 2020 möglich sein ein umfangreiches Umweltbildungsangebot zu stellen z.B. in Form eines Lehrpfades oder einer Führung durch den Naturgarten. Außerdem wäre auch die Gestaltung weiterer beispielhafter naturnaher Flächen im Landkreis wünschenswert.

Strukturen im Naturgarten

Sandmagerterrassen bieten Nistmöglichkeiten für Wildbienen, Grabwespen und viele weitere heimische Insektenarten. Der lockere Sand unterschiedlicher Körnung und Zusammensetzung bietet ideale Bedingungen für den Bau von Bruthöhlen und -röhren. Auch die vielen vertikalen Abbruchkanten bieten im Boden nistenden Insekten einen idealen Lebensraum, da sie lange trocken, warm und praktisch vegetationsfrei bleiben. Durch den nährstoffarmen,  sandigen Untergrund werden zudem seltene und wertvolle Pflanzenarten gefördert.

Benjeshecken bzw. Totholzhecken haben viele Vorteile sowohl für den Naturschutz als auch den Menschen. Als natürlicher Windbrecher bieten sie (auch in Kleingärten) Schutz vor kalten Winden und fangen die Samen vieler Pflanzenarten ein. Des Weiteren bieten sie einer Vielzahl heimischer Vogelarten ideale Nistmöglichkeiten und dienen als Unterschlupf für Igel und Co. Jede Art von Hecke - auch die Totholzhecke - ist besonders wertvoll auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen, da sie Biotope verknüpfen und Biotopverbünde erweitern können.

Sonnengewärmte Lesesteinhaufen sind ein Lebensraum für die unterschiedlichsten Insekten, Reptilien und Amphibien. In diesem Miniaturlebensraum kann man sowohl Zaun- und Waldeidechse als auch  Kreuzotter und Blindschleiche entdecken, die in den zahlreichen Lücken der
Steinhaufen Versteckmöglichkeiten und ein reiches Nahrungsangebot finden. Im Naturgarten bestehen die Lesesteinhaufen aus Sandstein, Kalkstein und basaltischem Gestein.

Tümpel und Teiche gehören zu den artenreichsten Kleinbiotopen unserer Landschaften. Sie versorgen nicht nur allerhand Säugetiere ganzjährig mit Trinkwasser, sondern bieten auch Lebensraum für viele Insekten und inzwischen rar gewordene wasserabhängige Arten, wie die Gelbbauchunke, die Ringelnatter oder den Teichmolch. Außerdem verlanden Tümpel in ihrer natürlichen Entwicklung durch die Ablagerung organischer Stoffe und tragen damit wesentlich zur Bindung von Kohlenstoffdioxid bei.

Bunte Blühwiesen oder Blumenwiesen sind nicht nur eine optische Bereicherung für den Menschen, sondern haben auch einen großen ökologischen Nutzen. Das reiche Blütenangebot bietet einer Vielzahl von Insektenarten Nahrung und Balzplätze. Da viele Insekten auf ganz bestimmte Pflanzenarten spezialisiert sind, tragen artenreiche Wiesen maßgeblich zur Biodiversität bei. Des Weiteren finden Bodenbrüter, wie das Rebhuhn, zwischen den hohen Grashalmen passende Nistmöglichkeiten.

Eine Blühwiese kann jeder Gartenbesitzer selbst anlegen, sollte dabei aber auf Abmagerungsmethoden achten und am besten autochthones Saatgut verwenden. (Tipps zur Auswahl des richtigen Saatguts finden Sie unter Wissen.)

 

Mit Unterstützung von:

Prof. Dr. Gerrit Begemann (Entwickungsbiologie)

Prof. Dr. Heike Feldhaar (Tierökologie)

PD Dr. Elisabeth Obermaier (Insekten-Pflanzen Interaktionen)

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